Boulton, Marjorie (1924-2017)

Memnon




Memnon

Statuo, ŝtono en dezerto,
Sur brila sablo, brulsoifa,
Mi staras morta, sensignifa;
Ĉe la piedoj nur lacerto
Estas kunulo kaj konsolo.

En spaco sen videbla verdo
Mi staras, monument' de perdo
Granita, trista en izolo,
Sen homa koro aŭ kapablo,
Kaj ŝtoniĝinta per doloro!

Mi staras sub kruela gloro
De brula suno sur la sablo.
Sed, ŝtono kiu vundojn sentas,
Per mia propra sango ruĝa.

En sabloŝtorm' turmenta, muĝa
Mi staras blinda, mi silentas.
Sed kiam ŝtormas ventaj vipoj,
Tra mia korpo sen espero
Dum sunleviĝo aŭ vespero
Mi kantas tra la ŝtonaj lipoj.

Ne mi, ne mi, sed senkompata
Kaj stranga vento lipojn movas,
La akra vento kiu blovas
El lando nigra, nekonata.

aus dem Programmheft, in Kopie von der Library of Congress, Washington, wie auch:



Memnon

A statue, a stone in the desert,
On bright sand, buming with thirst,
I stand dead, meaningless;
At my feet only a lizard
Is my companion and consolation.

In a space without visible verdure
I stand, a monument of loss,
Made of granite, sad in isolation
Without a human heart or capability
And petrified by pain.

I stand beneath the cruel glory
Of the burning sun, an the Sand.
But a stone which feels wounds
Red with my own blood.

In a tormenting roaring sandstorm
I stand blind. I am silent.
But when wind-whips are storming
Through my hopeless body
At sunrise or in the evening
I sing through my stone lips.

Not I! Not I! But a merciless
And strange wind moves my lips,
The sharp wind which blows
From a black unknown country.




Memnon

Ein Standbild, ein Stein in der Wüste,
Auf glänzemdem Sand, feuerdurstig,
Ich stehe tot, unbedeutend,
Nur eine Eidechse auf den Füßen
Ist Geselle und Trost.

Auf dem Platz ohne sichtbares Grün
Stehe ich, Denkmal des Verlusts
Aus Granit, trostlos in der Vereinzeltheit,
Ohne menschliches Herz oder Vermögen,
Und versteinert durch einen Schmerz!

Ich stehe unter einem grausamen Glanz
Der auf den Sand brennenden Sonne.
Aber, ein Stein der Wunden spürt,
Durch mein eigene rotes Blut.

Im marterndem, dröhnendem Sandsturm
Stehe ich blind, ich schweige.
Aber wenn Windespeitschen stürmen,
Durch meinen hoffnungslosen Leib
Während eines Sonnenaufgangs oder des Abends
Singe ich mit meinen steinernen Lippen.

Nicht ich, nicht ich, sondern ein mitleidloser
Und sonderbarer Wind regt die Lippen,
Der scharfe Wind, der bläst
In einem schwarzen, unbekannten Land.